Informieren - Fakten, Mythen, Vorurteile

  • Was ist eine Freimaurerloge ?

    Im Prinzip eine Vereinigung von Männern die eine Bruderschaft des Vertrauens und Respekts auf der Basis des freimaurerischen Gedanken pflegen. Sie unterliegen dem Vereinsrecht und haben einen Vorstand sowie Beamte, man kann dementsprechend auch austreten. Wie auch die Ferdinande Caroline sind viele Logen humanitär ausgerichtet. D.h. wir helfen Menschen u.a. über unsere Stiftungen und haben auch keine Vorurteile gegen anders Denkende sowie zugehörige anderer Religionen und Ethnien. Es gibt wie in jedem Verein einen Mitgliedsbeitrag der monatlich oder jährlich beglichen werden kann. Unsere Mitglieder die wir Brüder nennen kommen aus allen Bevölkerungsschichten im Alter zwischen 20 und 95 Jahren. Keineswegs nur aus der Elite wie viele Vorurteile beschreiben. Man sollte Spaß an sozialen Kontakten, gesitteten Gesprächen und Diskussionen haben. Zudem sollte es einem Spaß machen sich einzubringen, etwas auf dieser Welt zu bewegen und echte Anerkennung für die geleistete Arbeit zu erhalten. Der persönliche Besitz und Finanzmittel spielen für uns keine große Rolle.

  • Warum nennt man es einen Geheimbund ?

    Nun ja, im Laufe der Geschichte war es unter vielen politischen Systemen nicht möglich die freie Meinung zu äußern. Deshalb traf man sich im Geheimen um Meinungen und Wissen auszutauschen. Nicht zuletzt erlitten sehr viele Freimaurer unter den Nationalsozialisten den Tod in den Konzentrationslagern. Wir reden schlicht weg nicht über das was in der Loge besprochen wird und üben uns in Verschwiegenheit.

  • Sind die Freimaurer eine religiöse Sekte ?

    Keineswegs. Wir sind in Vereinsstrukturen organisiert und fördern die unabhängige freie Meinung und geben kein Meinungsbild vor. Hingegen gibt eine Sekte das Meinungsbild und oftmals auch das private Leben vor. Bei den humanitären Logen gibt es keine Notwendigkeit religiös zu sein, obgleich es wünschenswert wäre eine höhere Ordnung im Universum in Erwägung zu ziehen. Das " G " in unserer Symbolik steht für den "Great Architect" den großen Baumeister aller Welten. Da viele Logen in einer Zeit gegründet worden sind, als die Leute noch sehr gläubig waren floss die Bibel mit ihren Geboten als Richtmaß für das rechte und aufrichtige Handeln ein.

  • Was hat es mit den Gerüchten um seltsame Rituale auf sich ?

    Im Prinzip ist ein Ritual nur eine wiederkehrende exakte Wiederholung bestimmter Abläufe. So ist es bei uns eine wiederkehrende Mischung aus alten Geschichten in Kombination mit gewählten Wortwendungen nach einem bestimmten Ablauf und Darstellung der freimaurerischen Symbolik. Eine Art Schauspiel nach exaktem Ablauf. Unsere Loge arbeitet nach dem seltenen Schröder Ritual. Friedrich Ludwig Schröder straffte damals das Ritual, erhielt aber die wesentlichen Bestandteile.
    Dabei geht es gesittet und ehrwürdig zu, in schöner Athmosphäre, in einem Raum den wir "Tempel" nennen. Es gibt 3 Grade, den Lehling, den Gesellen und den Meister. Dementsprechend 3 Rituale die aufeinander aufbauen. Wir huldigen nicht dem Baphomet und opfern auch keine Jungfrauen - das gehört in die Kategorie Kokolores.

  • Woran „arbeiten“ Freimaurer?

    Wir Freimaurer arbeiten an der Entwicklung unseres Menschseins und bemühen uns um eine Weiterentwicklung unserer Person. Dabei spielt beispielsweise die Toleranz und ihr alltägliches Einüben eine zentrale Rolle. Dies ist und bleibt eine ständige Herausforderung, die auch uns nicht immer leicht fällt.

  • Warum Symbole?

    Symbole sind Stellvertreter, sie stehen für einen Wert, eine Idee, eine Aufgabe und vieles mehr. Sie geben Raum zu eigenen Gedanken und Deutungen. Symbole beginnen dort, wo Worte und Begriffe versagen, wenn etwas an sich Unsagbares ausgedrückt werden soll, ohne es einzuengen. Das Symbol lässt durch seine Vielschichtigkeit viele Deutungsmöglichkeiten zu. Jede feste Auslegung würde dem Freimaurertum widersprechen. Wir Freimaurer bedienen uns des Symbols als eines Schlüssels, um eine Veränderung, eine Weiterentwicklung unseres Inneren zu bewirken.

  • Freimaurer haben Geheimnisse!?

    Zu den Zeiten, als Freimaurer sich unter Gefahr für Leib und Leben versammelt haben, schützte sie, dass sie sich nur gegenüber Eingeweihten offenbarten und frei äußerten. Von den allen Freimaurern wichtigen Werten, wie Freiheit, Menschenwürde und Toleranz fühlen sich auch heute noch diktatorische und undemokratische Systeme bedroht.Auch in Deutschland reichten diese Zustände bis in unsere Zeit. Selbst wenn uns diese Werte heute so selbstverständlich vorkommen mögen, wie viele Menschen in unserem Land haben selber noch Verfolgung und Repression erlebt? (Nationalsozialismus, DDR)

    Heute umfasst das „Geheimnis“ für uns vor allem diese zwei Aspekte:

    1. Es gibt verschiedene Erkenntnisstufen, an die Mitglieder der Loge nach und nach herangeführt werden. Dies gibt ihnen den Raum, sich im eigenen Tempo die einzelnen Stufen zu erschließen.

    2. Das Geheimnis liegt im subjektiven, emotionalen Erleben unserer Rituale. Diese Erfahrungen lassen sich kaum in Worte fassen. Sie sind unverwechselbar und persönlich und nur jede Person selber weiß letztendlich alleine um die eigenen Emotionen und Gedanken, die von den Ritualen angesprochen werden.

  • Freimaurer sind „von gestern!“

    Wenn wir von Traditionen sprechen, sprechen wir vom Erhalt grundsätzlicher, allgemeingültiger humanistischer Werte, die uns vor allem die Aufklärung gebracht hat. Wir sind zudem traditionsbewusst im Sinne des Zitats von Sir Thomas More (1478-1535), der sagte: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“

  • Gibt es einen Lohn?

    Unser Lohn ist die Entwicklung unserer eigenen Persönlichkeit zu einem verantwortungsbewussten, freien Menschen.

  • Freimaurerei und Religion ?

    Freimaurerei ist weder Religion noch Kirche. Sie verleiht der Beziehung des Menschen zur Transzendenz sinnlichen Ausdruck. Dafür steht für uns das Symbolwort "G - Great Architect" Großer Baumeister aller Welten. Es bleibt jedem Einzelnen überlassen, sich dazu seinen ganz persönlichen Zugang zu verschaffen, zumal nur in diesem Sinnzusammenhang Menschen zum Beispiel christlicher, jüdischer oder muslimischer Konfession oder auch buddhistischer Weltanschauung in einer Loge zusammenarbeiten können.

    Glaubens- und Gewissensfreiheit sind unabdingbare Voraussetzungen. Sie gehören in den persönlichen Bereich des Freimaurers, sind unantastbar. Die Freimaurerei ist dogmenfrei und unterwirft sich keiner Ideologie. Nur in einer Atmosphäre geistiger Freiheit und Toleranz sind der Austausch von Gedanken und Ansichten aus allen Bereichen unseres Lebens mit den unterschiedlichsten Geistesströmungen der Vergangenheit und Gegenwart möglich.

    Auch eine Loge ist ein Spiegelbild der Gesellschaft und nur die Auseinandersetzung mit Ideal und Wirklichkeit führt zu neuen Verhaltensweisen und ermöglicht Veränderung.

  • Rituale und Symbole ?

    Der erste Schritt in die Freimaurerei nach einer längeren Phase des gegenseitigen Kennenlernens ist die Initiation, die Einweihung. Sie enthält nichts Übersinnliches oder Geheimes. Dennoch ist sie das einzig geheime, nicht mitteilbare in der Freimaurerei, weil sie den Menschen als Ganzes anspricht wie die Musik, die Architektur, die Malerei oder Kunst überhaupt. Jede dieser Disziplinen kann mit vielen Worten und Metaphern umschrieben werden, wird aber nie den persönlichen Eindruck des Einzelnen widerspiegeln. Geheim, Geheimnis bleibt das Erlebte.

    In den freimaurerischen Ritualen haben Legenden, Allegorien und vor allem Symbole ihren Platz. Symbole bilden eine Brücke zwischen Geist und Gefühl. Abstrakte Denkmodelle werden so in zeitlos erfühlbare Bilder gebracht, die jede persönliche Deutung zulassen. Unsere Symbole reichen aus, ohne Worte von allen Freimaurern der Welt verstanden zu werden.

  • Was hat es mit der sog. Merkel Raute auf sich ?

    Die Raute hat in der Freimaurerei keine Bedeutung. Es gibt jede Menge Handzeichen und Erkennungsgrüße dem jeweiligen Grad entsprechend aber eben nicht die sog. Merkel Raute. Kategorie Kokolores.

  • Waren Freimaurer Illuminaten ?

    Aus heutiger Sicht ein ganz klares nein. Um dieses Thema klar zu differenzieren muss man viel recherchieren und vieles wissen z.B. auch das die Eule der Minerva und die Zahl 23 sowie Additionsspiele zu den Erkennungszeichen zählten. Es entspricht natürlich auch den Tatsachen, dass die Illuminaten versucht haben Logen zu unterwandern. Es muss auch zwischen Illuminaten und dem Illuminaten differenziert werden.

    Illuminaten:

    Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

    In den 70´er Jahren des 18. Jahrhunderts in Bayern gegründeter Geheimorden, der - und im Zusammenhang mit ihm die Freimaurerei - zu unrecht als Urheber der Schreckensherrschaft der französischen Revolution und ihrer Folgen für ganz Europa bezeichnet wurde. Stifter des Ordens war der streitbare Ingolstädter Professor Adam Weishaupt, der nach dem organisatorischen Vorbild des Jesuitenordens, mit dem er im Kampfe stand, eine "Geheime Weisheitsschule" ins Leben rufen wollte, in der die besten jungen Akademiker unbehindert von den traditionellen Fesseln alles das lernen sollten, was die Priester von den Lehrstühlen verbannt hatten.

    Am 1. Mai 1776 wurde die Gründung vollzogen. Weishaupt und den Studenten Massenhausen, der mit ihm die Satzungen ausgearbeitet hatte, eingerechnet, bildeten fünf Mitglieder die neue Vereinigung, die erst "Orden der Perfektibilisten" heißen sollte, dann aber "Orden der Illuminaten" genannt wurde. An die Stelle der profanen Namen der Mitglieder traten Pseudonyme. Weishaupt hieß Spartakus, Massenhausen Ajax. Nur allmählich wuchs der Orden. U. a. wurden Kanonikus Bertel, Weishaupts alter Schüler Franz Xaver von Zwackh, Sekretär der bayrischen Staatslotterie in München, der einflußreiche Geheimrat Matthias von Lori, der Münchner Arzt Bader, der Freiherr Tommaso Francesco Maria de Bassus, und Costanzo Marchese di Costanzo Mitglieder.

    Von Zwackh wurde der Exponent des Ordens in der bayrischen Hauptstadt. Die Gründer und die ersten die nach ihnen beitraten, erhielten den klingenden Titel Areopagiten. 1779 entstand ein "Lehrplan" mit drei Ordensklassen: Novize, Minerval, Erleuchteter Minerval.

    Illuminatenorden:

    Quelle: Wikipedia

    Der Illuminatenorden (lat. illuminati „die Erleuchteten“) war eine kurzlebige Geheimgesellschaft mit dem Ziel, durch Aufklärung und sittliche Verbesserung die Herrschaft von Menschen über Menschen überflüssig zu machen. Sie wurde am 1. Mai 1776 vom Philosophen und Kirchenrechtler Adam Weishaupt in Ingolstadt gegründet und existierte nur bis zu ihrem Verbot 1785 im Kurfürstentum Bayern.

    Zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien ranken sich um das angebliche Fortbestehen dieser Gesellschaft und ihre angeblichen geheimen Tätigkeiten, darunter die Französische Revolution, der Kampf gegen die katholische Kirche und das Streben nach Weltherrschaft.

  • Was hat es mit dem Zylinder auf sich ?

    Der hohe Hut ist typisch für den Norden, er war im alten Hamburg bzw. Altona das Zeichen des freien Mannes von gutem Rufe. Begehrte man den Einlass am Stadttor nach der Torsperre so benötigte man das nötige Geld sowie einen hohen Hut. Mit Torsperre wurde in Hamburg die abendliche und nächtliche Öffnung der Stadttore gegen Zahlung einer Gebühr bezeichnet. Sie löste ab 1798 schrittweise den Torschluss ab, das vollständige Schließen der Tore bei Sonnenuntergang. Ende 1860 wurde die Torsperre aufgehoben.


    Begehrte man den Einlass am Stadttor wurde er nach

  • Wieso eigentlich Maurer ?

    Der Begriff geht auf eine Lehnübersetzung aus dem Englischen zurück „Freemason“ wurde im 18. Jahrhundert sehr grob vereinfacht in „Freimaurer“ übertragen. Da hatte es in England jenes Wort „Freemason“ bereits seit dreihundert Jahren gegeben.
    Sprachforscher sehen in dem Begriff „Freemason“ keinen Maurer (also einen Steinsetzer), sondern einen Steinbildhauer, einen Baumeister, der keiner adeligen oder städtischen Obrigkeit hörigen Zunft zuzuordnen ist. Tatsächlich stand der in den Bauhütten organisierte „Freemason“ in direkter Konkurrenz zu den Mitgliedern der Gilden. Im Deutschen hat sich die unpräzise Übersetzung „Freimaurer“ gehalten. Die Wesensverbundenheit Freemason = Freimaurer ist am ehesten dokumentiert in den gemeinsamen Werkzeugen/Symbolen - Maurerkelle, Winkelmaß und Zirkel gehören dazu.